Tierherberge im Neckar-Odenwald-Kreis
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Unsere Tiere im Einzelnen
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Wir sind eine kleine Gruppe von Menschen, die sich ganz besonders für diejenigen Tiere einsetzt, die im Allgemeinen als „Nutztiere“ bezeichnet werden, wenngleich diese Bezeichnung nicht in unserem Sinne ist, beinhaltet sie ja sinngemäß, dass diese Tiere nur dann einen „Nutzen“ haben, wenn sie im vollen Umfang, d.h. in aller Konsequenz, im Leben und durch ihr Sterben, dem Nutzen des Menschen dienen. Über die moralische Berechtigung lässt sich endlos diskutieren...

Unsere Tiere stammen aus Schlachttiertransport,  Schlachthof und schlechter Haltung. An den Folgen hiervon und von Misshandlung leiden sie zum Teil noch heute.   Begonnen hat diese Initiative am 3. Oktober 1991 im ganz kleinen Rahmen: durch den Kauf eines wenige Monate alten, kranken Fohlens bei einem Pferdemetzger.  Dieses inzwischen natürlich erwachsene Pferd lebt noch heute  bei uns, ist ein lieber, riesiger Tolpatsch geworden und erfreut sich recht guter Gesundheit. Andere sind Abgabetiere, teilweise aus Altersgründen, meist aber mit dem Prädikat "nicht nutzbar". Ein schwangeres Schaf ist zugelaufen, schmuggelte auf diese Weise auch die beiden ungeborenen Söhne ein, zwei Heidschnucken wurden von Polizeibeamten auf einer Bundesstraße eingefangen, die Besitzer wurden prompt ermittelt, meldeten sich aber nie mehr, ein unleidiger Kater geriet unter Tollwutverdacht, wurde "Kunde" beim Veterinäramt Buchen, musste die Quarantäne absitzen und blieb dann hier hängen, weil er eben doch immer wieder biss, ein Flug-Erpel griff seine Menschen an und musste weg, brachte aber seine Angetraute mit, ein Lauferpel war der einzige Überlebende nach mehreren Fuchs-Initiativen, diverse Hütehunde wurden verhaltensauffällig aufgrund nicht ausgelebten Hüteverhaltens....  Ganze Bücher könnte man mit der Geschichte dieser Tiere füllen.

 

Wir wollen, dass eben die Tiere, die in den Augen mancher ansonsten „tierliebenden“ Menschen keinerlei Existenzberechtigung (mehr) haben, weil sie alt, krank oder lahm sind, oder „nur auf dem Teller“ einen Nutzen haben, artgerecht leben können.

 

Immer wieder kommt uns schmerzhaft zu Bewusstsein, dass wir längst nicht allen helfen können. Wir wissen, dass weiterhin soziale, aktive Tiere in Dunkelställen, auf engstem Raum, auf Spaltenböden, in Einzelhaft oder dicht gedrängt, ihr kurzes Leben verbringen und dann womöglich noch Tausende von Kilometern bis zum Schlachthof ertragen müssen, wobei viele von ihren durch Kälte, Hitze, Stress, Durst, Verletzungen, Fehlgeburten auf dem Transport ... nicht einmal lebend das Ziel erreichen. Wir wissen, dass weiterhin Kuhkinder gleich nach der Geburt ihren Müttern genommen werden, um in ein lebenslanges Gedränge auf glitschigem Lattenrost eingereiht zu werden. Doch die wenigen, die irgendwie den Weg zu uns gefunden haben, sollen leben. Sie sollen Sonne, Regen, Schnee, Wind, grüne Weiden, Menschen und Tiere erleben, sollen gemäß ihren Bedürfnissen laufen, ruhen, weiden, soziale Kontakte pflegen, uns Menschen freundlich grüßend entgegenkommen oder sich zurückziehen können in ein dickes, sauberes Strohlager.